Kuramathi ist die einzige Insel des Landes, mit mehr als einem Resort. Insgesamt hat sie sogar drei: das „Economy Class“ Village an einem Ende, den „Business Class“ Cottage Club in der schmal zulaufenden Mitte sowie das „First Class“ Blue Lagoon an der Inselspitze. Die lange Insel und die klare Aufteilung erlauben sehr unterschiedliche Urlaubserfahrungen zur selben Zeit an nahezu demselben Ort. Die völlige Bewegungsfreiheit der Gäste soll durch freien Zugang zu sämtlichen Bars und Restaurants sowie die gemeinsamen Sporteinrichtungen, den Pool und den Spa in der Mitte der Insel angeregt werden. Hübsche Pfade und ein kostenloser Mini-Van-Service erleichtern Inseltouren.
 

Trotz der Einteilung der Resorts in Airline-Terminologie sind die Unterschiede bei näheren Hinsehen weniger offenkundig: Die neuen Deluxe Rooms im Village etwa sind eine Kategorie über den Standard-Zimmern des Resorts und seiner relativ schlichten Bar und Lounge. Im Gegensatz dazu fällt es schwer, die unveränderten Beach Bungalows mit ihrem verbauten Ausblick im Blue Lagoon als erstklassig zu bezeichnen. Es gibt aber bereits ein klares Programm zur Verbesserung der gesamten Insel, und insbesondere das Angebot an Speisen und Getränke wird immer beeindruckender.

 

Die Gäste im lebhaften Village sind meist jünger als in den beiden anderen Resorts. Fast alle sind „all-inclusive“ da, und an der Bar ist trotz der wenig hübschen Fliesenböden abends einiges los. Der Cottage Club mit seinen zahlreichen Wasser-Bungalows und dem darin eingebetteten öffentlichen Bereich ist in der Regel das ruhigste der drei Resorts. Das Blue Lagoon Resort, teuer, aber meist all-inclusive, genießt einen Ruf für Action an den Unterhaltungsabenden.


 

Jedes der Resorts besitzt ein eigenes Tauchzentrum (alle drei teilen sich eine interessante meeresbiologische Station). Zu den nahe gelegenen Tauchspots zählen der Hammerhead-Point, Manta-Point sowie verschiedene Höhlen. Etwas weiter weg liegen auch die berühmten Thilas des nordöstlichen Ari Atolls, die im Rahmen von Ganztages- und Doppeltank-Tauchgängen angeboten werden.

 

Das Village bietet drei Zimmer-Kategorien an, von denen die Deluxe-Rooms etwa die Hälfte ausmachen. Diese ausgezeichneten Zimmer sind modern ausgestattet und verfügen über attraktive Bäder. Sie sind in Halbkreisen gleich hinter dem besten Strandabschnitt angelegt, wodurch es in diesem Bereich manchmal recht lebhaft zugehen kann. Die andere Seite der Insel ist wesentlich ruhiger und blickt nach Süden. Die Strände können hier allerdings sehr schmal sein, und die Zimmer gehören zu den Kategorien „Superior“ oder „Standard“. Die Standard-Zimmer sind eher schlicht und die der “Superior“-Kategorie recht altmodisch, aber sie sind insgesamt ausreichend und erfüllen ihren Zweck.

 

Begibt man sich vom Village in Richtung Cottage Club und Spa, wird der weiße Sand auf den Wegen plötzlich dicker, und die Beach Bungalows haben mehr Platz. Die Schlafzimmer sind mit Terrakotta und die Badezimmer mit schwarzem Schiefer gefliest, und auch weiße Wände und Möbel aus Palmholz machen sie zu chicken, modernen Unterkünften. Die Wasser-Bungalows stehen schon eine ganzen Weile, aber sie sind mit ihrer vieleckigen Form, den geflochtenen Matten im Inneren, den großen Fenstern und großzügigen Balkonen noch immer sehr attraktiv. Den Riffabhang mit seinen ausgezeichneten Schnorchelmöglichkeiten erreicht man von hier mit wenigen Schwimmzügen.

 

Von den drei Bereichen sind die Rezeption, Bar und Lounge des Cottage am schönsten. Ein feiner Hauch von Räucherstäbchen durchzieht das kühle, palmgedeckte Innere und hinaus in den ruhigen Innenhof, den diverse „gefundene“ Boot-Skulpturen schmücken. Im Kontrast zu dieser stillen Eleganz stehen der nahe gelegene Pool, das Spa sowie das Sportzentrum, wo sich stets viele Besucher einfinden. Gäste des Village müssen hierfür bezahlen, aber es gibt günstige Pauschalangebote.

 
An der Inselspitze führt eine Sandbank Richtung Westen – perfekt für einen langen, romantischen Spaziergang in den Sonnenuntergang. Mit seiner breit gefächerten Palette an farbenfrohen Blumen und dem gepflegten Buschwerk um die Sandwege herum bietet Blue Lagoon eine sehr romantische Atmosphäre. Man findet auf der gesamten Insel eine reichhaltige Mischung voll entwickelter, natürlicher Vegetation und sorgsam angelegter Zierpflanzen. Für all jene, die Auswahl und Abwechslung auf einer größeren Insel suchen, ist Kuramathi ein guter Kandidat.