Die Lage  
    Im Indischen Ozean, eine Flugstunde südwestlich von Sri Lanka und Südindien gelegen. Das Land erstreckt sich in einer Länge von 820 Kilometern bis kurz unter den Äquator.  
       
    Geografie  
    Ein Archipel aus etwa 26 Atollen sehr unterschiedlicher Größe mit ungefähr 1190 Inseln. Von diesen sind 200 bewohnt weitere 90 sind schon, oder werden bald Resort-Inseln werden. Alle Inseln liegen nur knapp über dem Meeresspiegel. Der höchste Punkt im Land ist drei Meter über dem Meer, wobei die meisten Inseln jedoch weniger als eineinhalb Meter über dem Meeresspiegel liegen.  
       
    Währung  
    Maledivische Rufiyaa. Das Zahlungsmittel für Touristen ist jedoch in erster Linie der US-Dollar. Der Wechselkurs wurde schon vor langer Zeit auf 11,72 Rufiya je Dollar festgelegt. Für tausende von Jahren war die Cowrie Muschel (Cyprea Moneta) Zahlungsmittel. Sie wurde auf den Malediven gezüchtet und kam von hier in die ganze Welt.  
       
    Klima  
    Die Temperaturen liegen konstant zwischen 26º C und 30º C. Zwei klar zu erkennende Jahreszeiten teilen das Jahr. Der Nordost-Monsun dauert von Dezember bis April. Dies ist die touristische Hochsaison mit sehr geringen Regenfällen, strahlend blauem Himmel und endlosen Sonnenstunden. Der Südwest-Monsun dauert von Mai bis November. Während dieser Zeit ist es generell immer noch trocken und sonnig, obwohl es sporadisch Regenfälle und eine dichte Wolkendecke gibt (selten lange genug, um einen Urlaub zu verderben). Wenn sich die Monsunwinde drehen ist das Wetter ein paar Wochen rauh und regnerisch.  
       
         
       
         
    Zoll- und Einreiseformalitäten    
    Ein volles Flugzeug bedeutet zwar einige Minuten anstehen bei der Einreise, die Formalitäten selbst aber sind einfach. Jeder bekommt ein kostenloses 30 Tage Besuchervisum. Wenn Sie vor kurzem in einem Land gereist sind, in dem ansteckende Krankheiten gemeldet wurden, müssen Sie gegebenenfalls ein Impfzeugnis vorweisen. Für die Malediven selbst sind keine besonderen Impfungen erforderlich. Erfreulicherweise ist anzumerken das es im Land keine Malaria gibt. Einfuhr und Besitz folgender Dinge ist verboten: Alkohol, Drogen, Pornografie. Personen, die mit illegalen Drogen erwischt werden, werden besonders hart bestraft.    
         
    Keine Buchung    
    Man braucht seinen Urlaub zum Zeitpunkt der Ankunft im Land noch nicht gebucht zu haben, aber ein guter Rat ist, nicht ohne Buchung anzureisen. Der einfache Grund ist, daß Sie weit mehr für Ihren Urlaub bezahlen werden, wenn Sie nicht im voraus gebucht haben. Die Reiseveranstalter und Reiseagenturen geben einen Teil des Rabattes, den Sie von den Resorts bekommen an ihre Kunden weiter. Wenn Sie ihren Urlaub am Flughafen organisieren, bedeutet das, daß Sie wahrscheinlich den höchstmöglichen Preis dafür bezahlen. Wenn Sie trotzdem ohne einen im voraus gebuchten Urlaub am Flughafen ankommen, können Sie entweder zum Informationsschalter des Tourismusministeriums gehen, einen der vielen, vor dem Gebäude aufgereihten Resort-Counter aufsuchen oder mit den Vertretern der einheimischen Reiseagenturen verhandeln. Es wird keine “Schnäppchen” geben.    
         
    Transfer    
    Sofern sie eine Buchung haben, werden Sie von einem Vertreter Ihrer Reisegesellschaft oder des Resorts vor dem Hauptgebäude erwartet. Diese organisieren den Transfer zu Ihrem Resort. Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten von der Flughafeninsel zu Ihrem Resort zu kommen: Mit dem Dhoni (einheimisches Boot), mit dem Schnellboot oder per Flugzeug. Die Entfernung zu Ihrer jeweiligen Insel bestimmt hier in der Regel die Wahl des Verkehrsmittels. Die Krönung der Transfermöglichkeiten ist der Flug in einem Wasserflugzeug an einem wolkenlosen Tag. Es ist unwahrscheinlich, daß sie jemals wieder etwas vergleichbar Schönes erleben werden.    
         
         
       
    Man sagt es gebe zwei Malediven, Malé und den Rest des Landes. Jeder Vergleich zwischen dem einfachen, ruhigen Leben der Inseln und der ehrgeizigen Vitalität dieser winzigen Hauptstadt wird von Jahr zu Jahr schwieriger. Malé ist der Trichter durch den beinahe die gesamte politische, soziale und wirtschaftliche Tätigkeit fließt und zu den Fischerinseln tröpfelt. Malé ist so reich, so modern und so vorausdenkend wie andere Orte in Südasien. Ein halbtägiger Besuch wird Ihnen die Atmosphäre des Ortes vermitteln und Ihnen die Möglichkeit geben, die historischen Höhepunkte zu besichtigen und ein wenig einzukaufen.    
    Alles Sehenswerte liegt günstigerweise nur ein paar Gehminuten vom Anlegesteg entfernt. Das umgebende Ufer selbst bietet einen angenehmen Spazierweg, ein paar Restaurants, Platz zum Ausruhen und das geschäftige Marktviertel mit dem nicht zu versäumenden Fischmarkt ist von hier aus bequem zu erreichen. Gleich dahinter liegen die historischen Sehenswürdigkeiten: Die schöne moderne Moschee, die alte Freitagsmoschee, der erste Präsidentenpalast, das Museum und der Sultan Park. Ein ortskundiger Führer ist eine große Hilfe, wenn man diese Plätze richtig kennenlernen will. Aber hüten Sie sich vor denen, deren Hauptziel es ist, Sie so schnell wie möglich in eines der vielen Geschäfte zu locken (diese bekommen dort Provision). Aufdringliche Händler sind in Malé mittlerweile zu einem Übel geworden, das Sie getrost ignorieren sollten.    
         
         
       
    Fast alle Tauchgänge auf den Malediven sind sogenannte “drift dives” (Treibtauchgänge). Das ist eine wunderbar mühelose Art, die Unterwasserwelt vorbeiziehen zu sehen. Da die in das Atoll kommende Strömung frisches klares Wasser mit sich bringt, kann die Sicht bis zu fünfzig Meter betragen und die großen Meerestiere stehen beinahe Schlange, um Sie vorbeiziehen zu sehen. Andererseits besteht auch immer die Gefahr, so klein sie auch sein mag, daß die Strömung Sie aus dem Atoll treibt und in die Tiefe zieht. Es ist Aufgabe des Tauchlehrers (oft mit Hilfe eines erfahrenen Bootsführers), die örtlichen Bedingungen abzuschätzen, bevor ein Taucher ins Wasser springt. Es ist der Professionalität der Tauchzentren zu verdanken, daß Unfälle extrem selten vorkommen und stattdessen wunderbare Tauchgänge an der Tagesordnung sind.    
         
    Die Korallen    
    Den Korallen haben die Taucher früherer Zeiten nur wenig Beachtung geschenkt. Es waren die Fische, die man sehen wollte. Dann - 1998 - blichen die Korallenbänke auf einmal in großem Umfange aus. Grund hierfür war der Anstieg der Wassertemperatur im indischen Ozean. Mit einem Mal bemerkte man, daß dort, wo einstmals bunte Farbenvielfalt herrschte, nur noch abgestorbene, graue Steinwände zu sehen waren. Der Fischbestand hat sich zu keiner Zeit verringert, aber mit den Korallen war ein Teil der Faszination und Schönheit des Tauchens vergangen. Jetzt sind die Korallen weitgehend zurückgekehrt. Die Taucher konzentrieren sich nicht mehr nur auf die Fische, sondern auch auf die wieder wachsenden Korallen. Ein Feld junger, rosafarbener, weicher, sich in der Strömung wiegender Korallen ist ein Augenschmauß und genauso schön wie der Anblick von weißen, jugendlichen, harten Korallen, die aus den Spalten von alten Hirnkorallen herauswachsen. Selbst für die Malediven ganz neue Korallenarten werden nun entdeckt und bestimmt.    
         
    Die Fische    
    Auf den Malediven herrscht eine größere Artenvielfalt als irgendwo anders auf der Welt: Neben den unzähligen kleinen Fischarten kann man Walhaie, Mantas, Schildkröten, Napoleon- und Thunfische, etc. sehen. Gesetze und Verordnungen schützen diese Fische und ihre Umwelt. Zwar haben auch die meisten anderen Tauchregionen ihre Gesetze und Verordnungen, auf den Malediven jedoch werden sie eingehalten, was nicht die Regel ist. Darüber hinaus hat man auf den Malediven das Glück, nicht mit den Anforderungen einer großen, schnell wachsenden Bevölkerung fertig werden zu müssen. Was Sie hier vorfinden, ist ein wahres Taucherparadies. Bitte tragen Sie dazu bei, daß es so bleibt.    
         
    Tauchzentren    
    Jedes Resort hat sein eigenes Tauchzentrum. Die Ausrüstung ist durchweg neu oder fast neu. Man benutzt Spitzenmarken, und die Geräte werden erstklassig gewartet. Sie können getrost alles ausleihen, was Sie benötigen. Wenn Sie Ihren eigenen Tauchanzug mitbringen wollen und sie nicht mehr als einen Tauchgang pro Tag planen, so genügt ein Stärke von 3 mm. Die Wassertemperatur liegt konstant zwischen 27º C und 32º C.    
    Worin sich die Tauchzentren unterscheiden können, ist der Service. Ich meine damit nicht nur, die Körbe ins Boot ein- und auszuladen und am Abend mit den Gästen zu sprechen, sondern besonders die Information und Präsentation über den einheimischen Lebensraum, die Zahl der Taucher pro Boot/Tauchlehrer, die Vielfalt der täglich angebotenen Tauchgründe, die Art des Tauchens (Multi Tauchen, Ganztages-, Nitrox-, Nachttauchen, usw.) und die Bemühungen die unternommen werden, um den Leistungsstand und die Vorlieben von neuen Gästen kennenzulernen und sich darauf einzustellen. Die Webseite der Tauchfirma ist ein erster Anhaltspunkt, um herauszufinden, was angeboten wird, und dann ist es eine Sache von Mund-zu Mund Propaganda und gutem Ruf.